Pinara

Der Geschichtsschreiber Menecrates aus Xanthos, der im 4. Jahrhundert v. Chr. lebte, berichtet, dass Pinara gegründet wurde, weil Xanthos stark überbevölkert war und ein Teil der Bürger hier neu siedeln sollte. In hellenistischer Zeit sollen schließlich bis zu 30000 Menschen in Pinara gelebt haben. Die Bedeutung der Stadt nahm jedoch ab, und sie wurde im Mittelalter nach einem Erdbeben gänzlich verlassen.

Weithin sichtbar ist die obere Akropolis mit 700 Metern Höhe, die von zahlreichen Grablöchern durchsetzt ist. 350 Meter tiefer lag die Stadt. Folgt man vom Parkplatz aus dem ersten auf der linken Seite auftauchenden Weg, gelangt man in eine wie verwunschene Welt aus Wasser, Bäumen und Geröll, in der Libellen wie kleine fliegende Diamanten im Sonnenlicht aufblitzen. In diesem Bereich steht man plötzlich vor heruntergestürzten Teilen des Hügels; eine ganze Grabkammer wurde komplett mitgerissen, ohne dabei zerstört zu werden.

abgestürzte Grabkammer

Folgt man dem Weg weiter, erreicht man schließlich das Königsgrab.

Königsgrab

Von dort aus geht es weiter bergauf an einigen Gräbern vorbei.

Felsengrab Negativ-Bauweise

kleiner Sarkophag

Sarkophage

Beim Aufstieg sollte man der umliegenden Landschaft auch immer mal Beachtung schenken, denn der Ausblick ist toll.

weiter Blick aus Pinara

Hat man den Aufstieg geschafft, erreicht man die Hauptstraße im alten Stadtgebiet mit den Überresten von Wohnhäusern und Geschäften. Am östlichen Abhang findet sich das sogenannte "Stierkopf-Grab" mit Blick auf das in einiger Entfernung liegende Theater. Weiter nördlich kann man das Felsplateau verlassen und gelangt wieder auf die Straße, von wo aus man noch einen oder zwei Blicke auf das imposante Pfeilergrab mit dem aufgesetzten Sarkophag werfen kann. Dann sollte man das Theater nicht verpassen, denn von dort aus hat man einen tollen Gesamtblick auf die obere Akropolis.

Lage von Pinara

Pinara liegt etwa 50 km von Fethiye entfernt. Die letzten 2 Kilometer führt ein Schotterweg den Hügel hinauf. Achtung, langsam fahren! Nicht nur wegen des Weges - hier kreuzen mitunter Chamäleons.

 

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